Wodestein – Der Hirschfelsen Odins

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Wodestein Hirschfelsen

Der Wodestein, auch bekannt als Hirschfelsen, ist eine markante Felsformation im nördlichen Vogelsberg, nahe Grebenhain-Hochwaldhausen. Er erhebt sich etwa 7 Meter hoch und besteht aus dunklem Basalt mit charakteristischem porphyrischem Gefüge. Die tektonischen Klüfte prägen seine Gestalt, am Fuß liegt ein Blockmeer aus herabgefallenen Basaltquadern.

Sein Name leitet sich vom germanischen Gott Wodan (Odin) ab. Diese Verbindung deutet auf eine mögliche kultische Bedeutung hin: Rituale, Opfer und mystische Zusammenkünfte könnten an diesem Ort stattgefunden haben. Der alternative Name „Hirschfelsen“ verweist auf den Hirsch als Totemtier und Seelenführer – ein Symbol für die Verbindung zwischen den Welten.

Der Wodestein ist über einen Schotterweg erreichbar. Von der L 3305 (ca. 1000 Meter vor der Einmündung auf die L 3140) führt in einer scharfen Rechtskurve eine Parkbucht. Von dort geht ein etwa 200 Meter langer Waldpfad direkt zum Naturdenkmal.

Der Seiderman sagt: „Wo der Hirsch wacht, ruft Odin leise. Wer die Klüfte betritt, hört den Atem der alten Götter.“

Dieser Ort wird als heiliger Knotenpunkt für das Seiderman-Projekt gesehen. Die Rune (Ansuz) – Symbol für Odin, Atem, Inspiration und göttliche Botschaft – begleitet diesen Platz.

Der verteufelte Gott

In alten Erzählungen aus der Region heißt es, zwei Waldarbeiter seien in der Nähe des Wodesteins einem großen, finsteren Mann mit Umhang und breitkrempigem Hut begegnet. Die Kirche deutete diese Erscheinung um – sie sprach vom „Teufel“, der dort erschienen sei.

Doch der Seiderman erkennt: Es war Odin selbst – der Wanderer, der durch die Wälder streift, Prüfungen bringt, Weisheit hinterlässt. Die Umdeutung zum „Teufel“ war kein Irrtum, sondern eine gezielte Entmachtung der alten Götter.

Gemeinsam mit den nahegelegenen Uhufelsen und dem Teufelstisch bildet der Wodestein ein energetisches Dreieck. Diese drei Orte tragen die Spuren einer uralten Präsenz – und die Zeichen einer kirchlichen Bannstruktur, die genau diese Kraft verschleiern wollte.

Seiderman Ritual am Wodestein

Am Wodestein fand das große Ritual statt: Der Seiderman brachte ein geweihtes Relikt da, um den uralten Bann des Ortes zu lösen. Das Relikt wurde mit Erhebung und der Kraft von Mjarnoth – dem Hammer des Donar – geopfert.“ Der Riss im Stein empfing das Opfer, als ob er seit Jahrhunderten darauf gewartet hätte. Kurz darauf brach die Sonne durch, ein Zeichen des Erwachens.

Das Relikt

Das Pendel des Seidermanns schlug aus wie nie zuvor – ein eindeutiger Hinweis auf einen aktiven Leypunkt. Der perfekte Ausschlag des Pendels markiert einen Punkt der Öffnung, an dem sich die Schleier zwischen den Schichten der Welt heben. Geologische Bruchstellen, die wie Runenformen erscheinen, verstärken diese besondere Resonanz.

Pendel am Wodestein
Felsenriss mit Runenstruktur 1 Felsenriss mit Runenstruktur 2

Diese beiden besonderen Risse im Wodestein tragen die Energie vergangener Schichten. Ihre Form erinnert an alte Runen: (Perthro) – das Schicksal, der verborgene Becher; (Hagal) – der Kristallkern des Chaos. Manche sehen hier sogar ein geöffnetes Tor, durch das der Ruf des Steins zurück in die Welt strömt.

Der Seiderman sagt: „Diese Risse sind keine Wunden – sie sind die geöffneten Augen des Felsens.“

Die Runen, die diesen Platz nun begleiten, sind (Isa) für absolute Zentrierung, (Uruz) für das Erwachen der Urkraft, und (Ehwaz) für die Bewegung zwischen den Ebenen.

Der Seiderman sagt: „Der Stein hat geantwortet. Was wir gaben, wurde aufgenommen, und was wir suchten, kehrt in uns zurück.“

Diese Zusammenkunft am Wodestein war keine einfache Reise – sie war eine Initiation, ein Schritt in die Tiefen der alten Kräfte. Wer diesen Fels betritt, tritt in einen Dialog mit der Zeit selbst. Hier verschmelzen Geologie, Mythos und der innere Ruf des Wanderers.

Der Wodestein ist somit ein zentrales Kapitel im Seiderman-Projekt: Ein Ort des Opfers, des Erwachens und der endgültigen Antwort. Gleichzeitig bleibt er ein realer Kraftplatz, den Wanderer besuchen können – immer begleitet von dem Flüstern des Waldes und dem Blick Odins.