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🕸️ Die Befreiung Skadis – Der Spinnenbann von Beerfelden

Spinnennetzbaum auf der Beerfeldener Höhe

Die Baumformation auf der Beerfeldener Höhe – ein Spinnennetz aus Ästen, verborgen unter Schnee. An diesem Ort war Skadi gebannt.

Jahrelang ging der Seiderman, oft begleitet von Thore, über die Beerfeldener Höhe. Immer wieder zog es ihn an einer Wiese vorbei – unscheinbar, doch mit einer eigenartigen Energie. Dort standen Bäume in einer kreisförmigen Formation. Ihre Äste wirkten wie ein gewaltiges Spinnennetz aus Holz – verwoben, verstrickt, fast lebendig.

Doch erst eines Tages, bei dichtem Schneefall und über 40 cm Neuschnee, geschah es. Ein Hilfeschrei durchbrach das winterliche Schweigen. Es war kein Laut, den man mit den Ohren hörte – sondern mit der Seele. Der Seiderman hielt inne. Dann stürzte er sich durch den Schnee, versank tief in eine Wehe. Und da offenbarte sich die Wahrheit:

Es war Skadi, die Göttin des Winters, der Jagd und des Schmerzes. Sie war gefangen – gebannt von uralten Kräften. Und nicht etwa von Naturgeistern, sondern von Pfaffen – mit kirchlicher Bannmagie und illusionären Schleiern. So war ihre Präsenz über Jahre hinweg verborgen gewesen, getarnt in Trugbildern aus Holz und Stille. Erst der tiefe Neuschnee hatte den Schleier gelockert. So konnte Skadi einen letzten Ruf senden – einen Hilfeschrei durch das weiße Element, das einst ihr Reich war.

Spinnenartige Wesen hatten ihr einen magischen Kerker errichtet, mitten in der Baumformation. Ihre Kraft war erschöpft, ihre Präsenz kaum noch wahrnehmbar. Wie ausgesaugt von den Spinnenwächtern, war sie zu schwach, um aus eigener Kraft in die Jadekugel zu treten – das Transportmedium, das der Seiderman für befreite Götterwesen bereithält.

Ein Kampf entbrannte. Der Seiderman, geführt von seiner inneren Vision und der Gerechtigkeit des Nordens, vernichtete die Spinnenwesen – eins nach dem anderen. Es war ein stiller, aber mächtiger Ritus. Erst nach langer Zeit konnte Skadi langsam wieder Kraft schöpfen. Der Bannkreis war gelöst. Die Jadekugel nahm ihre Präsenz auf – zur Heilung, zur Rückführung.

Doch kaum war das Werk getan, geschah das Unfassbare: Der Bauer, der das Land bewirtschaftete, fällte alle Bäume. Die einzigartige Formation – das Spinnennetz aus Ästen – war verloren. Und der Seiderman trug eine bittere Erkenntnis: Er hatte nie ein einziges Foto davon gemacht.

Skadi – Göttin des Nordens im Schneesturm

Skadi – die Gebannte im Spinnennetz. Ihre eisigen Augen durchbohren die Schleier der Täuschung. Aus dem Schnee heraus rief sie den Seiderman.

Skadi – geheilt und in voller Würde unter dem Polarlicht

Skadi nach der Befreiung: Die Jadekugel liegt nun in ihrer Hand, ihr Blick ist klar. Umgeben vom Polarlicht, Schnee-Eule und Runenschmuck steht sie aufrecht in der alten Würde der Göttinnen des Nordens.

Der Seiderman sagt:
„Bewahre das, was andere nicht sehen. Denn wenn du es erst verlierst, wird es nie wieder sein.“