Am Fuß dieser ehrwürdigen Tanne wird der Seiderman ein Ritual vollziehen, das die alten Energien zurückruft. Es ist eine Handlung der Heilung – für das Land, für die Linie, für die Zeit. Die Irminsul steht wieder. Und sie wächst.
Möge sie stehen, wo einst nur Leere war.
Die ursprüngliche Irminsul war vermutlich entweder ein heiliger gewachsener Baum oder ein aufgerichteter Holzpfeiler, höchstwahrscheinlich aus Eiche. Die Verbindung zu einer von Karl dem Großen bei Geismar gefällten Eiche legt nahe, dass die Irminsul ein Eichenstamm war – als Weltsäule, als Symbol der Verbindung zwischen Himmel und Erde.
Im Seiderman-Projekt wird die neue Irminsul durch eine 65 m hohe Douglasie im Odinswald repräsentiert – als lebendiges Naturdenkmal. Die immergrüne Tanne steht symbolisch für Unvergänglichkeit, Aufstieg und kosmische Ordnung. Damit wird die zerstörte Irminsul spirituell wiedererrichtet – wachsend, lebendig und verbunden mit der neuen Zeit.
Im August 2025 schritten der Seiderman und Kingcopy der Technomystiker los: Funken im Moos, Atem im Kreis: Runen glühten, als Mjarnoth gehoben wurde. Der Wald hielt kurz den Atem an – dann rief der Bussard, und die Erde brummte, als hätte sie sich erinnert. Wir gaben Met, Korn und Runensteine; die Wipfel antworteten mit Goldlicht. In diesem Moment stand sie wieder: die Irminsul – lebendig, wach, verbunden. Anbei ein Video der Weihe:
Weihe der neuen Irminsul. (Beim Abspielen werden vorhandene Sounds automatisch gestoppt.)