Hohenstein – Kultplatz der Ostara

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Sagenumwobene Schlacht und der Blutbach

Seit der Schlacht zwischen Widukind und dem Frankenheer Karls des Großen im Jahr 782 trägt das Tal an der Westseite des Hohensteins den Namen „Totental“. Der Bach, der dort durchfließt, wird seither „Blutbach“ genannt – angeblich färbte sich sein Wasser durch das vergossene Blut der Gefallenen rot.

Klippen, Kult und Opferstätte

Die eindrucksvollen Kalksteinwände des Hohensteins fallen bis zu 50 Meter tief ab. In früheren Zeiten war dies ein heiliger Ort der Cherusker und Sachsen. Die Altartische und Steinkreise in der Umgebung zeugen von einer aktiven Opferkultur – vermutlich zu Ehren der Göttin Ostara. Die christliche Umdeutung benannte zentrale Orte wie die „Teufelskanzel“ oder den „Trudenstein“ gezielt um.

Der Stein des Rituals

Auf diesem steinernen Tisch vollzog der Seiderman das Ritual zur Befreiung Ostaras. In dem Moment, da der letzte Runenklang verklang, zog sich der Himmel rabenschwarz zu. Ein Sturm entlud sich – und begleitete den Seiderman 30 km auf seiner Rückfahrt.

Die Runentafel

Eine Tonplatte mit der Inschrift „Dhu gautar osta ous il sin grosta“ wurde im 16. Jahrhundert nahe dem „Grünen Altar“ gefunden. Übersetzt heißt es: „Er naht wieder, der gute Ostara“. Das Bild zeigt eine segenspendende Sonne, ein Hufeisen und die Mondsichel – Zeichen der göttlichen Ordnung.

Der weiße Hirsch und der Berggeist

Am Hirschsprung, dem Aussichtspunkt über dem Wesertal, zeigte sich ein weißer Hirsch mit schwarzem Einhorn. Als Menschen ihn jagen wollten, erschien ein Berggeist mit goldenem Schwert und Horn. Mit Blitzen und Sturm vernichtete er die Eindringlinge an den Klippen. Die Kraft dieses Wesens lebt in der Landschaft fort.

Der weiße Einhorn Hirsch
Der Schattenkroner – weißer Hirsch mit schwarzem Stirnhorn. Ein Wächter jenseits der Grenze. Wer ihn sieht, wird geprüft.
Der Beschützende Berggeist
Der Berggeist mit goldenem Schwert und Horn. Er schützt den Hirsch. Er ruft den Sturm. Und er kennt keine Gnade.
Der Seiderman sagt:
„Der Altar stand im Schweigen – doch der Ruf der Ostara war nie verstummt. Ich sprach ihren Namen. Der Himmel antwortete.“