Heubacher Wald – 28 Fliegenpilze

Runenkarte: Heubacher Wald mit 28 Fliegenpilzen vor einer Eiche; seitlich ein verkehrt aufgehängtes Kreuz als Fremdzeichen.

Kurze Geschichte

Der Seiderman zog einmal wieder zum Entspannen in Seinem Wald umher. Zwei-einhalb Stunden lang trägt der Wald die Schritte, und dann liegt sie da – eine Gruppe von 28 Fliegenpilzen, rot getupft wie kleine Leuchtfeuer im Moos. Achtundzwanzig ist der Mondkreis der Wandlung; das Netz der Natur meldet sich: alles im Takt.

Ein paar Bäume weiter prangt ein auf den Kopf gestelltes Kreuz – ein Fremdzeichen, das hier nichts wurzelt. Der Wald atmet, die Pilze wachen. Wo die Zahl rund ist, bleibt die Verdrehung nicht lange stehen.

So wird der Ort zur Schwelle: Pilze als Hüter, das Zeichen als Störung, und dazwischen unser Auftrag: schauen, dokumentieren, reinigen – damit der Wald seine eigenen Symbole trägt.

Notiz für die Chronik

Der Seiderman sagt: „Hüte die Orte, wo Pilze in großer Zahl erscheinen. Dort ist das Netz der Natur intakt. Was auf dem Kopf steht, steht nicht lange.“
Der Seiderman sagt: „Wenn du etwas unternimmst, etwas bewegst – die Natur antwortet immer.“