Am 10. August 2025 brach der Seiderman gemeinsam mit Kingcopy zu einer Reise auf, die 300 Kilometer umfassen sollte – Ziel: die Angelburg, ein markanter Fernsehturm, dessen Name allein schon Fragen aufwarf. Die Angel – wie der Haken des Fischers, wie die christliche Symbolik des „Menschenfischens“. Ein Name, der in der Mythologie und Symbolsprache weit mehr bedeutet als bloße Geografie.
Bereits auf dem Weg zum Turm wurden Banner mit christlichen Botschaften gesichtet, Mahnungen und Heilsversprechen, wie sie der Seiderman in letzter Zeit immer häufiger wahrnimmt. Vor der Ankunft an der Angelburg gab es noch einen Zwischenstopp bei den Wilhelmsteinen, um einen besonderen Verstärker auf den Felsen zu platzieren.
Rund um den Turm wurden acht sorgfältig ausgewählte Artefakte platziert – Thorshämmer und obsidianene Schutzsteine. Jeder Standort wurde mit Bedacht gewählt, um einen Kreis zu schließen, der energetisch wirken sollte. Doch das Pendel schwieg. Kein Ausschlag, keine Resonanz, weder an Position 1 noch an Position 8. Der Seiderman sprach von einer möglichen nächtlichen Aktivierung – dass das Bannsystem bei Tag getarnt sein könnte.
Am Fuße des Berges, weit bevor der Turm sichtbar wurde, stießen wir auf ein unheilvolles Zeichen: Eine tote Kröte, reglos im Staub. In der Runensicht des Seidermans verschränkten sich hier Isa (Stillstand, Blockade) und Kenaz (Fackel, Offenbarung). Ein starkes, widersprüchliches Omen: Licht, das nicht leuchtet. Bewegung, die gefesselt ist.
Im Kontext der Angelburg deutet dieses Zeichen auf eine gezielte Unterdrückung hin – vielleicht die Manipulation eines unsichtbaren „Tepaphons“, das wie ein unsichtbarer Schleier wirkt.
Die Verbindung von Wilhelmsteinen, Dünsberg und Angelburg ergibt ein Dreieck, das in seiner mythologischen und strategischen Anordnung ein klares Muster zeigt. Der Turm selbst steht wie ein Ankerpunkt – doch wer zieht an den Fäden? Wer moduliert die unsichtbaren Wellen, die von hier ausgehen?
Die Rituale dieses Tages mögen äußerlich still gewesen sein, doch innerlich wuchs die Erkenntnis: Manche Kräfte wirken erst, wenn das Licht verschwindet.